Sport – Playing to win!

Playing to win…
or playing not to lose?

Fußball: Bist du oder dein Kind ein richtig guter, geübter Spieler, aber derjenige, der sich in den Spielen immer abmüht, etwas zu leisten? Schießt du oder dein Kind bei einfachen Spielen nach Belieben Tore, aber triffstt das Netz in den wettbewerbsorientierten Spielen nicht? Spielt dein Team in bedeutungslosen Spielen großartig, aber ist angespannt und spielt schlecht, wenn das Ergebnis zählt? Spielt dein Team immer großartig, bis es einen Vorsprung aufgebaut hat, dann lehnen es sich zurück und lässt die anderen Teams wieder ins Spiel? Wenn dir einer dieser Punkte bekannt vorkommt, dann hast du wahrscheinlich mit Sportlern zu tun, die zu Zeiten spielen, um zu gewinnen, und zu anderen Zeiten spielen, um nicht zu verlieren. Die Wirkung dieser beiden Denkweisen auf die Leistung kann massiv sein!

Das ausgezeichnete Buch ‚Top Dog: Die Wissenschaft des Gewinnens und Verlierens‘ von Ashley Merryman und Po Bronson vertieft sich in faszinierende Forschung über die Denkweise der Leistung. Die neuere Forschung in den Neurowissenschaften und der Psychologie sagt uns, dass gewaltige Unterschiede bei der Leistung von Sportlern festgehalten wurden, wenn Sportler bestimmte Szenarien als Bedrohung sehen oder aber ein ähnliches Szenario als Herausforderung sehen. Nehmen wir zum Beispiel Elfmeter Schießen im Profifußball, die verwendet werden, um einen Sieger in KO-Wettbewerben, wie der WM zu bestimmen. Gier Jordet und Esther Hartman studierten die Umwandlungsrate von Elfmeterschützen, die den letzten Schuss eines Elfmeterschießens chossen.
Sie verglichen die folgenden Szenarien
(es geht um den Elfmeter-Schützen):

  • Das Schützen-Team war auf das Tor angewiesen, und er musste den Schuss machen für einen Gleichstand; wenn er es vermasselt, würde das Team verlieren.
  • Das Schützen Team hatte Gleichstand mit dem gegnerischen Team, und er muss den Schuss nicht unbedingt machen, aber wenn er es täte, würde sein Team das Spiel gewinnen.

Jordet und Hartman stellten fest, dass in dem ersten Szenario (wenn man den Schuss vermasselt, es dazu führen würde, dass das Team verliert) Profispieler nur 62% ihrer Schüsse umwandelten. Allerdings, wenn die Umwandelung des Schusses zum Sieg führen könnte, waren 92% der Spieler erfolgreich! Gleicher Schuss, gleiche Strecke, gleiches Ziel, aber eine Verbesserung von 30%, wenn der Spieler schoss, um zu gewinnen, und nicht schoss, um nicht zu verlieren.

Andere Studien zeigen ähnliche Ergebnisse z.B. beim Basketball. Die Spieler werfen durchwegs über ihren Karrierefreiwurf-Prozentsatz, wenn das Spiel unentschieden steht, aber darunter, wenn sie einen Punkt besser oder einen Punkt schlechter sind. Der Punkt ist, dass, wenn Sportler aufgefordert sind, sich der Herausforderung stellen, erzielen sie eine bessere Leistung, als wenn sie davon bedroht sind, es zu vermasseln. Herausgeforderte Sportler neigen dazu, sich auf den Preis für den Erfolg zu konzentrieren, während bedrohte Sportler sich auf die Folgen des Scheiterns konzentrieren. Die Neurowissenschaft sagt uns, dass diese beiden unterschiedlichen Reaktionen auf die gleiche Situation, zu sehr unterschiedliche Reaktionen in unserem Gehirn führen, und somit auch zu unterschiedlichen Ergebnissen führen, die wir oben sehen. Für Eltern und Trainer: Um genau das zu bekämpfen,ist das Geheimnis – die Situation für unsere Sportler/Kinder von einer Bedrohlichen in eine Anspruchsvolle zu ändern.

[Die Forscher Adam Altar und Joshua Aronson führten einen Test mit den Princeton Studenten durch, wobei sie der Hälfte der Gruppe einen Test gaben, indem man seine Fähigkeit beweisen musste – eine Bedrohung – und die andere Hälfte von ihnen konfrontierten sie mit einem „geistige Herausforderung-Fragebogen“, wo niemand erwartete, alle Probleme lösen zu können. Die Folge: Die bedrohten Schüler hatten zu 72% richtige Antworten, und die herausgeforderten Schüler erzielten einen Durchschnitt von 90% richtiger Antworten!]

Das nächste Mal, wenn deine Mannschaft das Feld betritt, frage dich: „Formuliere ich den heutigen Wettbewerb als eine Herausforderung, die wir anstreben, oder als einen bedrohlichen Test, wo die Folgen des Scheiterns gravierend sind?“ Als Trainer und Eltern müssen wir jede spezifische Situation abschätzen und beurteilen – gestalte sie entsprechend als Herausforderung!
Wenn wir das tun, wird es so sein, dass die Sportler/Kinder viel Besseres leisten können und werden!
Die hier genannten Beispiele sind auf S. 136-138 zu finden (Top Dog: Die Wissenschaft des Gewinnens und Verlierens).

Quellen: 1

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